2. Internationales Emanuel Lasker Gedenkturnier

Am 7. September fand in Barlinek, dem Geburtsort Laskers, zum 2. Mal ein internationales Gedenkturnier mit 68 Spielern für den 2. Weltmeister statt. Hierzu begaben sich 3,5 Brandenburger Jugendspieler dorthin, um beim 9-rundigen Schnellschachturnier mitzuspielen. Uns vertraten Daniel Woithe, Aaron und Benjamin Matthes und Maximilian Mätzkow, welcher zwar mittlerweile seine Qualitäten in Kreuzberg testet, allerdings dennoch zu uns gehört, weil er sowohl noch passiv gemeldet ist als auch bei der DLM 2019 für Brandenburg spielt. Er wird in diesem Bericht ebenso Erwähnung finden.

Man erkannte schnell, dass die Organisatoren sich wirklich Gedanken über die Ausrichtung des Turniers machten. Nachdem zunächst pünktlich eröffnet wurde, begann man einige Ehrungen vorzunehmen. Hierbei wurde sogar teilweise von polnisch auf deutsch übersetzt, damit alle Teilnehmer die wichtigsten Informationen mitbekommen konnten. Bevor dann schließlich die erste Runde ausgelost wurde, gab es einen musikalischen Abschluss der Eröffnung, was selten vorkommt aber die Teilnehmer sichtlich begeisterte.

Nun allerdings zu den Formalitäten: Maximilian spielte ein anfangs ziemlich solides Turnier, indem er die ersten 2 Runden gewann. Danach begann er jedoch für seine Verhältnisse ungewöhnlich viele Punkte liegen zu lassen und holte somit in den nächsten 4 Runden 2 Punkte. Dennoch konnte er mit einem Endspurt mit 2 Siegen und einer Punkteteilung, gegen den Setzlistenplatz 3 (FM) in den letzten 3 Runden nochmal überzeugen. Er sicherte sich den 1. Platz in der Jugendwertung und den 6. Platz in der Gesamtwertung.

Benjamin spielte zunächst definitiv unter seinen Möglichkeiten, da er in den ersten 4 Runden lediglich 1,5 Punkte holte. Wahrscheinlich sparrte er sich seine Kräfte für einen sehr starken Endspurt, indem er in den letzten 5 Runden keine einzige Partie verlor und nur 2 halbe Punkte abgeben musste. Besonders gefiel ihm hierbei sein Sieg in der letzten Runde gegen seinen Bruder Aaron, welchen er mit einer recht schönen Taktik bezwang. Er beendete das Turnier auf dem 12. Platz der Gesamtwertung.

Daniel verfolgte zunächst das typische Schema, indem er gegen nominell Schwächere gewann und nominell Stärkere verlor. Diesen Trend hätte er beinahe auf spektakulärer Weise beenden können, da er gegen Setzlistenplatz 1 (IM) eine sehr ausgeglichene Stellung erspielte, allerdings verlor er durch immensen Zeitnachteil. So stand er nach 5 Runden bei 3 Punkten und beendete sehr solide mit 2,5 Punkte aus den letzten 4 Partien. Mit 5,5 Punkten holte er den 16. Platz in der Gesamtwertung und den 2. Platz in der Jugendwertung.

Last allerdings auch least spielte Aaron ein sehr gemischtes Turnier. Zunächst überzeugte er mit 4 Punkten aus 5 Partien, wobei die Niederlage vom Setzlistenplatz 3 (FM) verursacht wurde. Der psychologische Wendepunkt trat in der 6. Runde ein, wo er einen gewinnbringenden Vorteil gegen die Nummer 1 des Turniers (IM) vollkommen gegen die Wand fuhr und verlor. Der Rest war dann absehbar, somit holte Aaron in den letzten 4 Punkten nur einen Punkt. Er beendete das Turnier auf dem 22. Platz mit 5 Punkten, allerdings reichte diese Punktzahl noch für den 3. Platz in der Jugendwertung.

An dieser Stelle ist erwähnenswert, dass alle Jugendspieler Brandenburgs kein Startgeld bezahlen mussten, um an diesem Turnier teilnehmen zu können. Dies ist einem uns mittlerweile bekannten Sponsor zu verdanken: Es handelt sich natürlich um Tilo Weingardt und dem Förderverein Schach in Barnim e.V., welcher uns erneut finanziell unter die Arme griff. Allerdings übernahm der Förderverein nicht nur das Startgeld sondern erklärte sich bereit, beim nächsten Jugendtraining die Preise für das Blitzturnier zu stellen. Da dies nicht selbstverständlich ist, bedanke ich mich im Namen der Jugend bei Tilo Weingardt und dem Förderverein Schach in Barnim e.V.. Nicht zu vergessen ist hierbei Christian Mätzkow, der sich um die generelle Organisation und Koordination der Spieler kümmerte und diese auch hin und her fuhr. Er half wo er nur konnte, wofür ich mich ebenfalls bedanken möchte.

Zusammenfassend kann man von einem Turnier sprechen, welches gut organisiert und allen Teilnehmern Spaß gemacht hat. Vielleicht ergibt sich nächstes Jahr erneut die Möglichkeit eine brandenburgische Delegation nach Barlinek zu schicken, wenn dann im September 2020 das internationale Emanuel Lasker Gedenkturnier in die 3. Runde geht.

Aaron Matthes

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